Ein bisschen von mir. Ein wenig mehr über meine Art der Fotografie. Seh ich was, was du nicht siehst?

Ich will nichts verurteilen, nichts besser und das andere schon gar nicht schlechter reden.
Überhaupt nicht. Es gibt keinen richtigen Weg. Es gibt nur den einen, der zu mir passt, meinen
Blick auf die Welt, der sich von allen anderen unterscheidet. Und deshalb kann ich wohl gar
nicht anders mit und durch meine Kamera sehen – weil es so aus mir herauskommt, mich so
erreicht und mich gefangen nimmt. Berühmte Fotografen sagen es : Fotografie ist nicht nur die
Kunst des Beobachtens, sie entsteht mit dem Auge, dem Herzen und dem Kopf
(nach: Elliott Erwitt und Henri Cartier-Bresson).
„The beauty you see in anything
is a reflection of the beauty in you.“
Das berührt mich.
Meine Bilder zeigen nicht nur euch, Sie enthalten auch einen Teil von mir.
Ich selbst bin verträumt, unaufgeräumt, glaube an das Gute. Immer. Ich weiß nicht wie es ist, keine tiefen Gefühle zu haben. Was mir hingegen fehlt, was ich in meinem Alltag lange schmerzlich vermisste, ist Struktur. Denn, man ließ es mich glauben, dadurch gelänge doch alles. Ich habe Jahre dagegen, besser daFÜR (an)gekämpft, habe jegliche Strategie angewandt, versucht Berge zu versetzen. Mich zerrissen und wieder zusammengesetzt um eine gewisse Routine, Maßstäbe, den Ansprüchen von Herr und Frau-„So macht man das halt“ gerecht zu werden. Ich bin immer und IMMER wieder an meine Grenzen gestoßen. War im Kreis gefangen, habe geweint, getobt und letztendlich aufgegeben nur um wieder von vorne zu beginnen. Und dann, dann wurde mir bewusst, dass es gar nicht darum geht anders zu sein, sondern an mich zu glauben.
Und zu verstehen, dass auch das funktioniert.
„Du wirst dich so lange unwohl fühlen, bis du deine Zugehörigkeit zu normal nicht mehr brauchst.“
– gelesen und mich darin wiedergefunden.
Ich nahm den Druck raus. Mach es mir nun leicht, so leicht es nur geht. Bin fertig mit anpassen! Ich höre aufmerksam zu und hab keine Eile. Gehe langsam, in meinem eigenen, wilden Rhythmus und denke unkonventionell. Egal wo ich bin, ich bin ganz da. Lebe jeden Tag. Einen nach dem anderen. Mindful living. Bin wohl, mein Sternzeichen bestätigt es, eine Mischung aus Chaos und Herz. Rebellisch, kann krass gut improvisieren. Lass vieles und alle so sein wie sie sind und auch wenn ich manchmal glaube meine Toleranz ist feige, ist sie im Grunde doch mein wahrer Kern. Halt nicht viel von Konventionen, dagegen alles von Gerechtigkeit. Außerdem ist nature mein temple. Dies zu erkennen und als etwas so Kostbares anzusehen hat mich befreit. Denn es ist richtig, dass ich LEBEN möchte und nicht funktionieren. In meinem Tempo. Auf meine besondere Art. Ich richte den Fokus auf das, was wirklich zählt. Ich glaube das nennt man FREIHEIT.
Und so ist meine Fotografie: Warm und frei.
Ich möchte Menschen erreichen, die das ebenso brauchen, die nicht nach Perfektion streben, nicht nach inszenierten, makellosen Bildern. Denn ich glaube fest daran, dass dann Aufnahmen entstehen, die tief in uns etwas bewegen. Und so betrachte, begleite ich Euch mit meiner Kamera still und verlässlich. Füge mich unaufdringlich ein ohne etwas zu verändern. Ohne Erwartungen, frei von Vorgaben, Orten und Geplantem. In Eurer Leben, so wie es ist. Denn so ist es am schönsten, wertvollstem – am meisten IHR, auch wenn wir das oft erst im Rückspiegel erkennen. Wir werden immer das haben, was ist.
Wenn Du Dich erinnern möchtest, wenn Du Eure Verbindung, Eure Nähe sehen, wenn Du Aufnahmen möchtest die zeigen, dass Du fühlst und wie Du es fühltest, dann meld Dich bei mir. UNBEDINGT. Denn es ist wichtig.
Du siehst, ich will viel.
Vielleicht will ich Alles:
Das Dunkel jedes unendlichen Falles.
Und jedes Steigens lichtzitterndes Spiel.
-Rainer Maria Rilke-
Und weil ich bin wer ich bin fotografiere ich dokumentarisch, bedürfnisorientiert, fürsorglich, – nenn es wie Du willst.
Deshalb fotografiere ich am liebsten DICH! Immer. Und immer wieder.

Ich komm zu Dir nach Hause wegen des gegenwärtigen Augenblicks, Deiner ungeschnittenen Version. Der Sanftheit. Dem Licht am Morgen, dem Spielzeug überall. Den liebevollen Gesten. Dem Trubel und Tumult, dem Trocknen der Tränen, den Patschehändchen an der Fensterscheibe. Der unbeschwerten Kinder, der Zeichnungen an der Wand. Wegen Eurem Alltag, der kleinen Rituale. Das, was Euch gemeinsam ausmacht. Ich weiß, dass es ein großes Privileg, eine hohe Investition in Euch ist, doch so unsagbar kostbar für das Jetzt und das Dann. Um uns zu erinnern.
Ein Wert für Dich und all die Generationen nach Dir. Irgendwann hält jemand ein Bild von Dir, von Euch, in Händen, den Du nicht kennst und sucht Spuren von sich darin. Die Zeit verrinnt- das ist wohl Grund genug.
Deshalb: schreib mir.
Gerade wenn Du noch mehr wissen möchtest.
Von Herzen, Deine Katrin























